Kreisjagdverein Hofgeismar e.V.

Wir über uns...

Der KJV-Hofgeismar e.V. ist ein ortsübergreifender Zusammenschluss von Jägern und Jägerinnen im Landkreis Kassel, ehemals Altkreis Hofgeismar. Das Einzugsgebiet des KJV erstreckt sich innerhalb Nordhessens von der Stadt Bad Karlshafen im Norden bis nach Calden bzw. Espenau im Süden und in Ost - Westrichtung von der Weser über den Reinhardswald bis an die Grenze Ostwestfalens.
Der Kreisjagdverein ist ordentliches Mitglied des Landesjagdverbandes Hessen e. V. sowie der AG Nordhessische Jagdvereine und ist ein gesetzlich anerkannter Naturschutzverband.
Zweck des KJV Hofgeismar ist die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten, artenreichen und gesunden Wildtierbestandes, einschließlich der Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen im Rahmen des Jagd-, Natur-, Umwelt- und Tierschutzes.

Über unseren KJV-Infodienst werden alle interessierten Vereinsmitglieder über aktuelle Informationen des DLJV, LJV und des KJV informiert. Zusätzlich erreichen wir unsere Mitglieder und Interessierten über unsere Facebookseite.

Die Jahreshauptversammlung findet jährlich im März statt. Abweichungen davon werden rechtzeitig bekannt gegeben.


Der KJV wurde nach dem Krieg im Jahr 1949 gegründet. Er ist mit seinen 465 Mitgliedern einer der größten Jagdvereine in Nordhessen.

Unsere bisherigen VorsitzendenZeitraum

Herr Stabsveterinär Jahnke
Herr von Pappenheim
Herr Friedrich Sander
Herr Hermann Kaiser sen.
Herr Dr. Wilfried Dietze
Herr Ralf Paschold
Herr Dr. Wilfried Dietze
Herr Uwe Groß

 

von 1949 bis 1953
von 1953 bis 1985
von 1985 bis 1988
von 1988 bis 1994
von 1994 bis 2009
von 2009 bis 2013
von 2013 bis 2018
seit 2018

Der Kreisjagdverein umfasst gebietsmäßig fünf Hegegemeinschaften und einen Rotwildring
HG Diemeltal,  HG Essetal, HG Reinhardswald, HG Warmetal, HG Wesertal

Rotwildring Reinhardswald


Ehrenmitglieder:
Albert Dieterle †
Herbold Rabe von Pappenheim †
Gerhard Mohry †
Hermann Kaiser †
Fritz Kassubeck
Dr. Wilfried Dietze †
Hubertus Fröhlich
Hans Jürgen Ulbirich
Erhardt Rüsseler


Der Kreisjagdverein Hofgeismar unterhält die Sparten:
•    Wildäsung/Schadensberatung
•    Lernort Natur
•    Bläserkorps
•    Jagdliches Schießen
•    Jagdhunde
•    Kitzrettung mit Drohnen
•    Naturschutz
•    Jungjägerausbildung

Die Jungjägerausbildung wird seit über 50 Jahren im KJV Hofgeismar groß geschrieben, viele Jägergenerationen haben ihren Jagdschein über den KJV gemacht. Aufgrund der guten Vernetzung innerhalb des Vereines haben die Jungjäger die Möglichkeit, sich nach bestandener Prüfung in ortsansässigen Revieren jagdlich zu betätigen.


2010: 60 Jahre KJV-Hofgeismar und 50 Jahre Bläserkorps
Gleich doppelten Grund zum Feiern hatte der KJV-Hofgeismar am 30.5.2010: Zum 60 jährigen Bestehen des Vereins sowie dem 50 jährigen Bestehen des
Bläserkorps begrüßte Ralf Paschold, damaliger 1. Vorsitzende, über 300 Gäste.

250 Bläserinnen und Bläser aus vierzehn befreundeter Bläserkorps konnten bei diesen Jubiläen im Tierpark Sababurg begrüßt werden.

Zwischen den voll im Laub stehenden knorrigen Eichen hatte Jürgen Eckhardt aus Hümme für den Aufbau einer Bühne und eines Schießkinos gesorgt. Daneben konnten die Besucher durch den Lernort Natur-Wagen sowie von Herbert Bachmann, Vorsitzender der Hessenjäger, viele Informationen über unser heimisches Wild erfahren.

Die Waldjugend Gieselwerder präsentierte eine Kothe. Die Jugendlichen musizierten an einem zünftigen Feuer und zeigten Aktionen aus ihrer Vereinsarbeit.

Die Imker aus Hofgeismar waren ebenfalls mit entsprechendem Anschauungsmaterial vertreten.

Daneben präsentierte Udo Lantzsch vom Deutschen Landwirtschaftsverlag eine Vielzahl von Büchern und Jagdzeitschriften.
In der angrenzenden Scheune zeigte Volker Dippel von der Berufsgenossenschaft den sicheren Umgang mit der Motorsäge.

Am vereinseigenen Stand konnten die Kinder unter der Anleitung von Wilfried und Hanne Hauptreif einen Nistkasten zusammenschrauben und ihn käuflich erwerben. Hier konnte sich auch weiter über das Projekt Lernort Natur und die Jungjägerausbildung im KJV informiert werden.

Die Jungen Jäger unter der Leitung von Heiko Hildebrand führten den Bau einer Ansitzleiter vor, die bei der anschließenden Versteigerung einen neuen Besitzer fand.

Den Vormittag bestritten die Bläser. Imposant war der Anblick von 250 Bläsern beim gemeinsamen Blasen der Begrüßung unter der Stabführung unseres Chorleiters Klaus Hesse.
Die Bläserinnen und Bläser in ihren schmucken Uniformen waren für die Besucher eine Augenweite. Anschließend gaben die Bläserkorps unter der Moderation von Wilfried Thiele einzeln auf der Bühne Kostproben ihres Könnens.

Für das leibliche Wohl sorgte Werner Reh mit seiner Mannschaft mit gelungenen Wildspezialitäten.

Am Nachmittag erfolgten Grußworte der Gäste. Allen voran der neue Landrat Uwe Schmidt. Der vom Veranstaltungsort angetane Landrat machte in seinen Ausführungen deutlich, dass auch seinerseits ein Interesse am gemeinsamen Austausch mit dem Jagdverein bestehe. Er sei ein vorurteils- und ideologiefreier Partner, der gerne mit den Jägern ins Gespräch kommen wolle und es zu honorieren weiß, was die Jägerschaft für den Erhalt der Kulturlandschaft erbringe.

Nach dem Grußwort des Landrates war der Vorsitzende R. Paschold sehr zuversichtlich, was die kommende Zusammenarbeit zwischen dem Kreisjagdverein und dem Landkreis Kassel anbetrifft. Wörtlich sagte er: „Ich freue mich, wenn wir nun eine neue Ära einleiten können, um das eine und andere zu bewegen!“ Dabei dachte er u. a. auch an das Thema Jagdsteuer, die die Jäger trotz ihres unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatzes im Naturschutz und der Öffentlichkeitsarbeit, als anerkannter Verband, immer noch entrichten müssen.

Wolfgang Kommallein und Britta Hartmann-Barth, Kreisjagdverein Wolfhagen übergaben als Gastgeschenk einen Geldbetrag sowie eine Eichenpflanze als Erinnerung an das Jubiläum. Der Vorsitzende Paschold regte an, die Jubiläumseiche als "Jägereiche" an einem schönen Platz im Tierpark Sababurg zu pflanzen. Spontan sagte Landrat Schmidt eine Rundbank für das zarte Eichenpflänzchen des KJV- Hofgeismar als Spende des Landkreises zu. Leider traf die Spende bis heute nicht ein.

Peter Simon von der Kasseler Sparkasse überreichte Schecks für den Jagdverein und das Bläserkorps.

Der KJV bedankt sich bei allen Gästen für die überbrachten Geschenke. Einen besonderen Dank an die Bläser aus nah und fern, die ebenfalls zum Gelingen des Jubiläums beigetragen haben.

Wenn auch das Wetter nicht immer mitgespielt hat, war es doch eine gelungene Doppel-Jubiläumsfeier.


2015: KJV richtet Hessentag in Hofgeismar aus
Die AG der Nordhessischen Jagdvereine war beim Hessentag in Hofgeismar auf der Sonderfläche "Natur auf der Spur" präsent. Die Ausrichtung und Organisation oblag dem KJV Hofgeismar.

Das Thema Natur war vorgegeben, aber was konnte Neues geboten werden? Das Hessentags-Organisationsteam, bestehend aus den Mitgliedern Kolacki, Meyer, Hauptreif, Homburg, Steltmann, Rüsseler, Dr. Dietze, Groß, Rabe und Sulk hatte viele Ideen gesammelt, geprüft und  teilweise wieder verworfen. Letztlich war man sich einig, insbesondere Kindern die belebte Natur näher zu bringen und ihnen zu verdeutlichen, dass der Weg dorthin praxisnahe und informativ am besten mit dem Jäger oder der Jägerin zu finden ist.

Das uns zur Verfügung gestellte Terrain mit dem kleinen Wäldchen dahinter sowie drei Hütten boten eine Vielzahl von Möglichkeiten, unsere Ideen umzusetzen, die sowohl dem handwerklichen Geschick sowie den pädagogischen Kenntnissen des Organisationsteams zu verdanken waren. Unsere Aktionsfläche bot neben dem Lernort Natur-Wagen des KJV Hubertus Ziegenhain in einer Hütte Informationen rund um unser heimisches Schalenwild mit aufgespannten Schwarten und Decken, Geweihen und Gehörnen verschiedener Stärken und Altersklassen. Ein Fühlbrett mit Fellstücken fand man auch vor.

Das Thema "Müll im Wald" konnte hier an dem aufgesetzten Wildschweinschädel mit eingewachsener Blechdose am Oberkiefer deutlich gemacht werden. Bilder unseres heimischen weißen Rotwildes sowie die "modernen Gehörne" in Farbe fanden bei den Besuchern ebenfalls Gefallen. Die von Frank Becker, dem Waschbär - Spezialisten aus Kassel, zur Verfügung gestellten Stellwände mit aufgezeigten Möglichkeiten zum Schutz vor Waschbär und Marder waren für die Standbesucher ein oft angesprochenes Thema.

Für unsere kleinen Hessentags -Besucher hatten wir uns ganz besondere Aktionen ausgedacht. In unseren Spurenkisten konnten die ganz Kleinen die Fährten unserer Wildtiere im Sand suchen. Schon anspruchsvoller war dann unser Hessentags-Quiz.

Die Jagdpächter aus Westuffeln und Meimbressen hatten uns einen Ansitzbock zur Verfügung gestellt, von dem aus Tierbilder in Bäumen zu erspähen waren. Fährten mussten erkannt und Bäumen die passenden Früchte zugeordnet werden. Bei der Frage nach dem Fabelname von Fuchs und Hase kamen dann sogar die Großen ins Grübeln. Aber dass die Ohren vom Hasen Löffel und keine Gabeln sind, wussten alle. Zu gewinnen gab es selbstgebaute Insektenhotels, verschiedene Malbücher, das Lernort Naturspiel sowie diverse Bücher.

Auf unserm Pirschpfad durchs kleine Wäldchen galt es dann die Natur mit allen Sine zu erleben, riechen, hören, fühlen. Bauminfotafeln sowie verschiedene aufgezeigte Holzarten rundeten das Ganze ab. Die vom LJV Hessen zur Verfügung gestellten Give - Aways konnten dann die Kinder in ihrer selbst gestempelten Spurentasche nach Hause tragen. Wer dann noch Lust hatte, konnte zwischen vier verschiedenen Jagdhörnern wählen und sich als Bläser versuchen. Sowohl der ambitionierte Bläser, als auch wir waren überrascht, wie viele Talente unter uns weilen.

Ganz besonders haben wir uns über den Besuch unseres Landesjagdverband- Präsidenten Herrn Dr. Ellenberger gefreut, der mit seiner Gattin der Einladung nach Nordhessen gerne gefolgt ist.

Aber nicht nur wir selbst sorgten für Kurzweile. Auch musikalisch erhielten wir Unterstützung. Wir hatten das Vergnügen das Bläserkorps aus Beverungen, die Jagdhornbläser des KJV Wolfhagen, die Vereinigung der Kasseler Jagdhornbläser, das Bläserkorps der Mertenjäger Helsa, das Bläserkorps des KJV Hubertus Fritzlar-Homberg sowie unser Bläserkorps auf dem Stand begrüßen zu dürfen. Neben den allgemeinen Jagdsignalen, ließen sie auch verschiedene Fanfaren erklingen. Über deren Ursprung und Grundlage sowie die eingesetzten Hörner gab Andreas Dinges zwischen den Stücken entsprechende Informationen an die Zuhörer.

Bei der Pfostenschau mit über 30 verschiedenen Hunderassen beantwortete Werner Reh die Fragen, welche Jagdhunderassen gibt es überhaupt und wofür werden sie im Jagdbetrieb eingesetzt? Hier wurden den Besuchern viel bekannte aber auch weniger bekannte Rassen vorgestellt. Auch der Ablauf der Ausbildung des Jagdhundes, welche Hilfsmittel für die Ausbildung zum Einsatz kommen und welche verschiedene Prüfungen abzulegen sind, wurden von Herrn Reh erläutert.

Nach den Darbietungen luden wir unsere Gäste zu einem kleinen Imbiss, kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen in unserem schattigen Plätzchen unter den Bäumen ein. Auf den hier bereit stehenden Ruhebänken nutzten dann viele die schöne Atmosphäre und das gute Wetter, um in gemütlicher Runde bei interessanten und netten Gesprächen länger zu verweilen. Von hier aus hatte man auch einen guten Blick über das Gelände von Natur auf der Spur.

Abschließend bleibt festzustellen, dass es eine schöne Woche auf dem Hessentag war, die allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

Der KJV Hofgeismar möchte sich stellvertretend für die AG nordhessischer Jagdvereine bedanken bei:
Jagdhornbläsern des KJV Wolfhagen, Bläserkorps Beverungen, Vereinigung der Kasseler Jagdhornbläser, Bläserkorps der Merten-Jäger Helsa,Bläserkorps des KJV Fritzlar-Homberg, sowie unseren Bläserkorps für die musikalische Unterstützung.
Den Hundeführern mit ihren Hunden- der VDD - Gruppe Kurhessen.
Ralf Kolacki für die Stationen auf dem Pirschpfad, Fellbretter, Geweihe, Präparate "Jagd modern" sowie für die Organisation und den Aufbau des Ausstellungsstandes.
Ramona Meyer für alle Arbeiten im Hintergrund sowie die Standbetreuung.
Uwe Groß für das Catering- Hans Jürgen Ulbrich für die Gehörntafeln Rehwild mit den verschiedenen Altersklassen und Formen.
Werner Reh und Andreas Dinges für die Moderation.
Bernhard Sulk für die selbstgebauten Insektenhotels.
Den Jagdpächtern aus Westuffeln und Meimbressen für die Gestellung des Ansitzbockes.
Verlag Neumann-Neudamm für die Bereitstellung der Gewinne des Hessentagsquiz.
Jochen Dörbecker für die Fotos vom weißen Rotwild im Reinhardswald.
Metzgerei Björn Reh für die Versorgung mit Speis und Trank.
Frank Becker für die Gestellung seiner Waschbär-Schautafeln.
Und last but not least bei unseren täglich Rede und Antwort stehenden Standbetreuern, die wesentlich zum Erfolg des Hessentages beigetragen haben.


2015: 50. Jungjägerlehrgang des KJV
Am 3. August 2015 begrüßten die Bläser unseres Vereins unter der Leitung von Frau Jordan-Diebl den Jubiläumslehrgang bei herrlichem Sommerwetter im Tierpark Sababurg. Während es 2014 nur fünf Teilnehmer am Jagdscheinkurs waren, konnte in diesem Jahr der 2. Vorsitzende Uwe Groß fünfzehn angehende Jungjäger begrüßen. Erfreulich ist, dass sich für den Jubiläumslehrgang sieben Damen und acht Herrn, darunter zwei Jugendliche, die den Jugendjagdschein erwerben wollen, angemeldet haben. Bei seiner Ansprache betonte Uwe Groß die solide und praxisbezogene Ausbildung des KJV. Er wies darauf hin, dass während der letzten sieben Jahre 70 Kursteilnehmer den Jagdschein beim KJV gemacht haben. Den Teilnehmern gab er den Rat mit auf den Weg, gleich von Anfang an die Ausbildung ernst zu nehmen. Der KJV freue sich darauf, sie im nächsten Jahr als Jungjägerinnen und Jungjäger begrüßen zu können.

Nachfolgend die Auflistung aller Ausbildungsleiter.

Abteilungsleiter AusbildungZeitraum

Förster Neumann aus Schöneberg
Förster Hugo Zumfelde aus Bensdorf
Gerhard Ebel aus Hann. Münden
Hans Georg Fehler aus Hofgeismar
Forstamtsleiter Hubertus Fröhlich aus Hofgeismar
Förster Erhardt Rüsseler aus Vellmar
Jäger Heinz Fülling aus Ihringshausen

bis 1966
von 1971 bis 1996
von 1996 bis 1998
von 1998 bis 2000
von 2000 bis 2007
von 2007 bis 2024
seit 2024


2016: Jägerbriefübergabe an den 50. Jungjägerlehrgang
Unser Vorstandsmitglieder Werner Reh und Ramona Meyer hatten die Idee, den 50. Jungjägerlehrgang in würdevoller Form zu verabschieden. Dr. Wilfried Dietze, 1. Vorsitzender, begrüßte am 11.06.2016 die sechs Lehrgangsteilnehmerinnen und fünf Lehrgangsteilnehmer mit ihren Angehörigen nach der bestandenen Jagdscheinprüfung in der wunderbar gelegenen Freizeitanlage in Espenau.
Ramona Meyer hatte die Mitglieder des Vereins sowie alle Jägerinnen und Jäger, die beim KJV ihren Jagdschein gemacht haben, eingeladen. Rund 120 Mitglieder waren erschienen, um der Feier der Jägerbriefübergabe bei zu wohnen. Nach der Begrüßung, geblasen von unserem Bläserkorps, diesmal unter der Leitung von Andreas Dinges, begrüßte der Vorsitzende die beiden Ehrenmitglieder Fritz Kassubek und Hermann Kaiser. Beide erwarben kurze Zeit nach der Gründung des Jagdvereins in den fünfziger Jahren beim damaligen Ausbilder Neumann ihren Jagdschein. Das war vor sechzig Jahren! Mit einem Dankeschön für die gute Ausbildung der Jungjäger wurden die anwesenden Ausbilder Burschel, Sellemann, Heyer, Hageböck, Nitsche und Kramer sowie der Ausbildungsleiter Rüsseler begrüßt.
Im Anschluss an die Rede des Vorsitzenden, erklang das Signal „Blattschlagen“. Ausbildungsleiter Rüsseler ließ nochmal vor den Augen des Lehrganges die zurückliegende Ausbildung mit den Aufregungen bei der praktisch-mündlichen Prüfung sowie beim abschließenden Schießen in Helsa Revue passieren. Danach stellten sich die Jungjäger in einer Reihe auf. Werner Reh ordnete dann jedem Jungjäger/in einen Paten zu. Jeder Pate wurde vorgestellt. Dabei wurde bekannt gegeben, wann er den Jagdschein beim KJV erlangt hat und in welchem Revier er die Jagd ausübt. Die Paten wurden gebeten, sich in der nächsten Zeit um die Jungjäger zu kümmern und sie in ihr Revier einzuladen. Danach erfolgte der Jägerschlag. Den Spruch sprach unser Vorsitzender, die Paten führten den Jägerschlag mit dem Waidblatt aus. Antje Kühn, die Lehrgangssprecherin, richtete dann Dankesworte an die Ausbilder und überreichte jedem ein Präsent zur Erinnerung an den 50. Jungjägerlehrgang. Sie bedankte sich im Namen aller für die tolle Ausbildung beim KJV. Alle hätten eine schöne Zeit gehabt. Während dieser Zeit haben sich neue Freundschaften gebildet, die auch weiter gepflegt werden sollen. Antje Kühn stellte abschließend fest, dass alle froh seien, anstelle eines Crashkurses die fundierte, praxisorientierte Ausbildung bei KJV durchlaufen zu haben.
Mit dem Signal „Zum Essen“ wurde dann Leckeres vom Grill aus der Fleischerei Björn Reh angeboten. Bei Kaffee und Kuchen sowie Wildbratwurst und Steaks verbrachten die Teilnehmer einen wunderschönen Nachmittag.
Nochmals ein Dankeschön an die Organisatoren Werner Reh, Ramona Meyer und Christian Steltmann. Das war eine gelungene Feier. Alle waren der Meinung, das war Spitze und sollte wiederholt werden. 


2022: Sommerfest des KJV Hofgeismar
Bei gutem Wetter trafen sich Ende Mai nach über zwei Jahren coronabedingter Abstinenz die Mitglieder und Freunde des KJV Hofgeismar e.V. wieder zu einem Sommerfest in der Freizeitanlage Espenau. Das Bläserkorps, neu eingekleidet mit den vom Verein zum 60jährigen Bestehen des Korps gesponserten neuen Westen, eröffnete unter der Leitung von Marion Rode das Fest mit den Signalen Sammeln der Jäger und dem Fürstengruß. Der Vorsitzende Uwe Groß konnte eine Vielzahl von Mitgliedern und Freunden des KJV begrüßen und gab einen kurzen Überblick zur Veranstaltung. Mit dem Signal Blattschlagen wurden unsere diesjährigen Jungjäger durch den traditionellen Blattschlag mit dem Hirschfänger in den Kreis der Jägerschaft aufgenommen und erhielten Ihre Jägerbriefe von Uwe Groß und Ausbildungsleiter Erhardt Rüsseler. Die Ausbilder bekamen als Dankeschön von den Jungjägern eine kleine Waidmannsheil-Schatzkiste, die Wärmendes für Hals und Füße enthielt.

Die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft dauerten diesmal etwas länger. Neben den zu Ehrenden in 2022 wurden auch die letzten beiden Jahre nachgeholt. Insgesamt erhielten 65 zu Ehrenden ihre Urkunde und Ehrennadel für langjährige Mitgliedschaft im DJV bzw. im Bläserkorps. Besonders gefreut hat uns die Ehrung von Ernst-August Koch, Wolfgang Leisten und Hans-Jürgen Kramer, die seit 65 Jahren Mitglieder im DJV sind.

Auf der Hauptversammlung im März wurden Hubertus Fröhlich und Hans-Jürgen Ulbrich zur Ehrenmitgliedschaft vorgeschlagen und von der Versammlung bestätigt. Beide konnten beim Fest persönlich begrüßt werden und erhielten ihre Ehrenmitgliederurkunden von Uwe Groß überreicht.

Hubertus Fröhlich, Vereinsmitglied seit 1959, war viele Jahre als Schatzmeister im KJV, in der Jungjägerausbildung (auch als Ausbildungsleiter) sowie Kreisjagdberater und Rotwildsachverständiger im Einsatz. Auf den jährlichen Hauptversammlungen wurden von ihm die Niederwildstrecken präsentiert und mit großer Fachkompetenz kommentiert. Hans-Jürgen Ulbrich (Vereinsmitglied seit 1972) hat zwei große Leidenschaften: Das Bläserkorps und das Hundewesen. Sein Eintritt im Bläserkorps des KJV erfolgte 1980.Von 1983 bis 2006 stand das Korps unter seiner musikalischen Leitung und verdankt ihm mehrere von ihm selbst komponierten Stücke, u.a. die Pont-Aven-Fanfare, die Hessentagsfanfare, die Gahrenbergfanfare und die Deutsch-Drahthaar-Fanfare. Als Verbandsrichter bei den Hundeprüfungen ist er seit 1996 für den KJV tätig. Besonders erwähnenswert ist sein Einsatz als Richter auf der Hegewald in Freising im Jahr 2005. Das Bläserkorps gab zur Ehrung die von ihm komponierte Kammergrundfanfare zum Besten und Hans-Jürgen reihte sich während des Vortrags in die Reihen des Korps ein.

Für besondere Verdienste im KJV wurden mit der bronzenen Vereinsnadel Horst Kramer für langjährige JJ-Ausbildung (Fachbereich Recht und Niederwild) sowie Hans Nitsche (Ausbilder jagdliches Schießen und Schießwart) und Erhardt Rüsseler (Jungjäger Ausbildungsleiter und langjähriger Schriftführer) mit der goldenen Vereinsnadel ausgezeichnet.

Neben den Ehrungen und dem Blattschlagen wurde auch eine Hegeschau durchgeführt. Einige Trophäen von Reh- und Schwarzwild konnten von den Hegeringen präsentiert werden und auch zwei Hirschgeweihe fanden ihren Platz an der Wand. Hubertus Fröhlich nahm hier eine Bewertung der Trophäen vor und konnte sowohl für den stärksten Hirsch als auch für ein hervorragendes Rehwildgehörn eine Medaille überreichen.
Das Bläserkorps gab während der gesamten Feier mehrere Stücke aus ihrem Repertoire zum Besten. Auch sie sind froh, sich bei öffentlichen Veranstaltungen wieder mit ihren Hörnern präsentieren zu können.

Der Vorstand des KJV bedankt sich nochmals bei allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben sowie bei denen, die auch in Coronazeiten dem Verein die Treue gehalten haben.


2024: Ausbildungsleiter Erhardt Rüsseler hört auf - Die Ausbildungsleitung geht nach 17 Jahren in jüngere Hände über

Beginn in 2007: Ausbildungsleiter Rüsseler übernimmt die Leitung der Jungjägerausbildung

Es begann alles in Veckerhagen. Der damalige Jungjäger-Lehrgang, dem auch der heutige HG-Leiter der HG Warmetal, Florian Böttcher, angehörte, bat mich, ihnen zur Vorbereitung des Pirschpfades mit ihnen einen Gang durch den Wald zu machen. Veckerhagen deshalb, weil der damalige Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Uffe Fokken, dort ein Waldgrundstück besaß, und um dieses Grundstück den Prüfungspirschpfad durchführte. Zu dieser Zeit war Herr Fröhlich Ausbildungsleiter, die Ausbildung erfolgte durch Herrn Fehler, Frau Dittmann, Herrn Koch, Herrn Schilling, Herrn Sellemann und den Schießausbilder Ebel. Das Schießen fand auf dem Schießstand Rattbach bei Wilhelmshausen und der Unterricht in den Räumen des Kreishauses in Hofgeismar statt. Im Jahr 2008 übernahm dann Erhardt Rüsseler die Ausbildungsleitung. Sein Stellvertreter war Dieter Sellemann, der seit 25 Jahren als Ausbilder tätig ist. Als Ausbilder standen dann die Herrn Ebel, Sellemann, Kramer, Fehler und Frau Dittmann zur Verfügung.

Unterrichtsräume
Der Unterrichtsraum im Kasino in Hofgeismar wurde während der ersten Jahre noch genutzt. Da aber infolge immer mehr Teilnehmer aus dem südlichen Teil des Landkreises kamen, versuchte der KJV im Bereich Immenhausen einen Unterrichtraum anzumieten. Man fand in den DRK-Räumen in der Sporthalle in Immenhausen zunächst einen Unterrichtsraum. Anschließend waren wir jahrelang in den ehemaligen Räumen der Fahrschule Schindehütte in Immenhausen zu Hause. Da dieser Raum für die Teilnehmerzahlen von 14 bis 18 Teilnehmer pro Lehrgang zu klein war, siedelten wir nach Holzhausen über. Hier fanden wir einen entsprechenden Raum im ehemaligen Gasthaus Deutsches Haus. Unser Vermieter Markus Mendel stellte uns den ehemaligen Nebenraum zur Verfügung. Hier befindet sich auch heute noch der mit einer Vielzahl von Präparaten ausgestattete Unterrichtsraum des KJV Hofgeismar.

Ausbilder ab 2008
Herr Ebel und Frau Dittmann leiteten die Schießausbildung. Frau Dittmann unterrichtete auch für den Naturschutz. Als Nachfolger in der Schießausbildung folgten Heinz Fülling und Klaus Schneider, die auch heute noch die Schießausbildung leiten. Da uns nicht mehr so viele Schießtermine auf dem Schießstand Rattbach zur Verfügung stehen, wurde auch auf den Schießständen in Vernawahlshausen, in Helsa und auf dem Schießstand Silbersee im Habichtswald geübt. Für die Ausbildung an den Kurzwaffen war jahrelang Hans Nitsche verantwortlich. Als Dozenten waren bis 2024 Lukas Burschel, Dieter Sellemann, Horst Kramer, Heinz Fülling, Klaus Schneider, Dennis Walgenbach, Michael Heyer, Jochen Dörbecker, Aaron Beck, Hans Nitsche, Ralf Kolacki, Horst Stockhecke und Philipp Tassius aktiv. 

 

Hochsitzbau
Seit Übernahme der Ausbildung durch Erhardt Rüsseler bauten die Lehrgangsteilnehmer immer zu Beginn des Lehrganges im September einen Hochsitz oder eine jagdliche Einrichtung. Diese Übung für die neuen Lehrgangsteilnehmer hatte den Zweck, sich kennenzulernen. Jahrelang hat Jagdfreund Horst Stockhecke den Hochsitzbau mit den JJ durchgeführt. So entstanden in vielen Revieren im Altkreis Hofgeismar die sogenannten Jungjäger - Hochsitze. Seit drei Jahren führt Philipp Tassius den Hochsitzbau durch. Er hat ein neues Baukastensystem entwickelt. Hier lernen die JJ/innen eine neue Art Jagdeinrichtungen in Serie zu bauen. Philipp ist passionierter Nachsuchenführer und lehrt demzufolge auch das Anschuss-Seminar

Jagdmuseum, Präparatenschau
Das Jagdmuseum von Jochen Dörbecker in Trendelburg ist immer ein Höhepunkt während der Ausbildung. In der alten Mühle in Trendelburg befindet sich eine einmalige Ausstellung, die zweimal während der Ausbildung von den JJ/innen besucht wird. Jochen Dörbecker bespricht nach dem Rundgang durch die Ausstellung am runden Tisch die einzelnen wichtigen Präparate, Abwurfstangen, Schädel, Unterkiefer und vieles mehr. Diese Übungen sind nicht nur für die Prüfung wichtig, sondern auch für das spätere Jägerleben. Wir hoffen, dass Jochen auch zukünftig sein „Museum“ für uns offen hält. Während der Pandemie hat freundlicherweise Ralf Kolacki in seinem Keller in Vellmar, den Lehrgangsteilnehmern im kleinen Rahmen Übungen an Präparaten angeboten.

Waldbegänge, Pirschpfade
Zur Vorbereitung auf die mündlich praktische Prüfung wurden den JJ/innen in um liegenden Revieren Waldbegänge angeboten. So in dem Revier Meimbressen, auch bei Schnee und um Lippoldsberg und Gieselwerder herum. Aaron Beck und Erhardt Rüsseler brachten bei diesen Übungen den JJ/innen den Waldbau, den Schutz junger Anpflanzungen, jagdliche Einrichtungen sowie die Botanik näher. Auch wurden Jagdarten, wie z.B. das Auslaufen eines Kessels oder einer Streife geübt. Im Frühjahr bot der KJV neben den anderen jagdvereinen Pirschpfade an. Der KJV Wolfhagen bot als Schwerpunkt eine von Michael Heyer organisierte Pfostenschau an. Es wurden die gängigen Hunderassen vorgestellt. Die Hessenjäger hatten den Pirschpfad mehr auf die Botanik ausgerichtet. Die Huberten boten ihren Pirschpfad auf dem Schießstandgelände in Helsa an. Er umfasste alle Sachgebiete. Der Pirschpfad des KJV Hofgeismar wurde ursprünglich vom Ausbilder Ebel auf dem Schießstand im Rattbach angeboten. Er befasste sich hauptsächlich mit Waffen aller Art und zum Teil mit dem Naturschutz, den damals Frau Dittmann lehrte. Danach fanden die Pirschpfade am Forsthaus Waldhaus im Reinhardswald und an der Jagdhütte im Revier Westuffeln statt. Die auf die Prüfung zugeschnittenen Pirschpfade kamen immer gut bei den ca. 60 Teilnehmern der vier Jagdvereine an.

Jagdsignale
Um die Tradition aufrecht zu erhalten, wurde den JJ/innen das Erlernen der Jagdsignale angeboten. Zu Beginn des Unterrichts bei den Ausbildern Kramer und Schneider wurden immer die gebräuchlichen Signale vor gespielt. Außerdem gab es ein Treffen im Bläserhaus im Kammergrund mit dem Bläsern. Hier wurden in der Hauptsache die Leitsignale vorgestellt. Die ehemaligen Abteilungsleiter Wilfried Thiele, Thomas Tunk und Udo Vriesen sowie die derzeitige Abteilungsleiterin Lena Waldeck stelleten die Signale anhand des Ablaufs einer Jagd vor. Beginnend mit dem Fürstengruß und zum Schluss zum Essen. Diese Abende waren für die Lehrgangsteilnehmer immer ein Höhepunkt. Es gab immer einige, die sich danach auch bei den Bläsern anmeldeten und somit des Korps verstärkten.

Teilnahme als Treiber bei Gesellschaftsjagden
Großen Spaß hatten die Lehrgangsteilnehmer immer, wenn sie als Treiber an Gesellschaftsjagden teilnehmen konnten. Im Umkreis von Kassel waren sie in zahlreichen Revieren unterwegs. Hier konnte nach dem Ende des Treibens das Ausbrechen gelernt werden. Insbesondere bei den Jagden in Westuffeln und Hofgeismar wurden vom Ausbildungsleiter und bereits ausgebildeten Jungjägern die verschiedenen Möglichkeiten des Aufbrechens gezeigt. Es wurde auch das Aufbrechen und die Altersbestimmung an der Strecke geübt. Auch das richtige Strecke legen kam dabei nicht zu kurz. Erwähnenswert ist die Vorführung des Aufbrechens von dem Christoph Behr an der Jagdhütte in Westuffeln. Auch er erlangte den Jagdschein beim KJV Hofgeismar.

Übergabe der Ausbildung an Heinz Fülling
Erhardt Rüsseler hat mit seinem Team während der 17 Jahre seiner Tätigkeit 229 Jungjägern und Jungjägerinnen zum Jagdschein verholfen. Der weibliche Anteil betrug 25 %. Da auch die langjährigen Ausbilder Lukas Burschel, Michael Heyer, Dennis Walgenbach und Aaron Beck ihre Ausbildertätigkeit beenden, wird es Zeit ein neues Team aufzubauen. Heinz Fülling wird Nachfolger von Erhardt Rüsseler, Holger Stephan, Fabian Franke, Werner Reh und Horst Kramer Kommen neu ins Ausbilderteam. Dieter Sellmann, Klaus Schneider und Philipp Tassius vervollständigen das Team. Der Vorstand wünscht dem neuen Team eine glückliche Hand bei der zukünftigen Ausbildung der Jungjägerinnen und Jungjäger.


Der KJV feierte das 75 jährigen Vereinsbestehen sowie 65 Jahre Bläserkorps
Anlässlich des Sommerfestes, hatte der KJV Hofgeismar am 17.8.2025 in der Freizeitanlage Espenau, gleich doppelten Grund zum Feiern.
Bei grauem Himmel, aber angenehmen Temperaturen, begrüßte der 1. Vorsitzende Uwe Groß die zahlreich erschienen Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden.
Besonders begrüßt wurden, neben den Ehrenmitgliedern Fröhlich, Kassubek und Ulbrich, die Bläserkorps der benachbarten Jagdvereine.
Fünfundfünfzig Bläser und Bläserinnen der Jagdvereine aus Kassel, Wolfhagen, Beverungen und der Waldecker Jägerschaft eröffneten mit dem Signal Begrüßung die Jubiläumsveranstaltung.
Uwe Groß ging in seiner Ansprache auf die Historik des Jagdvereins ein. Nachdem die Besatzungstruppen nach dem 2. Weltkrieg den Jägern wieder die Gründung von Jagdvereinigungen erlaubt hatten, gründete man in 1949 der Kreisjagdverein Hofgeismar. Sieben Vorsitzende leiteten bisher den Verein. Dies waren die Jagdfreunde Rabe von Pappenheim, Sander, Kaiser sen, Dr. Dietze, Paschold und wieder Dr. Dietze. In 2018 übernahm dann Uwe Groß den Vorsitz.
Das Bläserkorps wurde1959 von mehreren bekannten Förstern und Jägern des Reinhardswaldes unter der Leitung von Albert Dieterle gegründet. Dieterle erhielt zu seinem 75. Geburtstag in 1975 vom damaligen Vorsitzenden von Pappenheim die Urkunde als Ehrenmitglied.
Herr Rabe von Pappenheim aus Liebenau, auch Mitglied des Bläserkorps, hatte mit seinen Mitstreiter die Idee, aus einem abgerissenen Haus, das zweite Obergeschoss zu retten. Aus diesem Obergeschoss wurde in Eigenleistung das Bläserhaus im Kammergrund errichtet. Daran beteiligt war damals bereits unser Ehrenmitglied Fritz Kassubek.
Erwähnenswert ist auch der ehemalige Chorleiter und ebenfalls Ehrenmitglied Hans Jürgen Ulbrich. Er leitete lange Jahre das Bläserchor und komponierte viele Musikstücke, unter anderen, auch die Kammergrundfanfare.
Um für den Nachwuchs zu sorgen, bildete der Verein seit Bestehen, über 800 Jungjäger aus. Die Ausbildungsleiter beginnend bei Förster Neumann, über die Förster Hugo zum Felde, Fröhlich und Rüsseler sowie die Jäger Ebel und Fehler waren für die praxisnahe Ausbildung verantwortlich.
Alleine während der letzten 18 Jahre erlangten 236 Jungjäger den Jagdschein. Schön, dass unser Jagdfreund Heinz Fülling mit seinem Team die Ausbildung fortsetzt. Der 60. JJ-Lehrgang wurde bereit gebührend im Tierpark Sababurg begrüßt. In wenigen Tagen beginnt die Ausbildung.
Ein weiteres Standbein des Vereins ist die vorbildliche Jagdhundeausbildung. Seit 32 Jahren wird die Ausbildung von unserem 2. Vorsitzenden, Werner Reh, geleitet. Über die Hundeausbildung hat der Verein auch viele neue Mitglieder bekommen.
Die Abteilung Lernort Natur wurde seinerzeit von unserem langjährigen Mitglied Dieter Sellemann, der krankheitsbedingt, leider heute nicht an der Jubiläumsfeier teilnehmen konnte, ins Leben gerufen. Seine Nachfolgerin Ramona Meier mit ihrem Team ist fleißig in Schulen und Vereinen unterwegs. Sie vermittelt der Bevölkerung, aber insbesondere den Kindern, im Namen des KJV, die Zusammenhänge von Natur mit der Jagd.
Neu im Verein ist die Abteilung Drohnenflieger. Seit drei Jahren ist unser Drohnenteam mit den vereinseigenen Drohnen bei der Kitzrettung unterwegs.
Als nächstes erfolgte das Freundschaftsblasen der anwesenden Bläserkorps mit ihren Dirigenten. Unser neuer Schatzmeister Stefan Schiemann führte durchs Programm. Die Bläserkorps gaben jeweils zwei Musikstück zum Besten.
Die Darbietungen kamen bei den Besuchern sehr gut an. Sie wurden mit viel Applaus bedacht.
Alle Bläserkorps zusammen bliesen dann unter der Leitung von unserem Chorleiter, Arno Gimbel, zum Essen.
Das Essenteam hatte inzwischen den Grill angeworfen. Es gab Steaks sowie Wildbratwurst mit Krautsalat.
Danach wartete ein reichhaltiges Kuchenbuffet auf die Besucher.
Nach der Mittagspause gab es den zweiten Durchgang des Freundschaftsblasens der Bläser.
Danach erfolgte die Ehrung von zwei verdienten Mitgliedern.
Unsere Abteilungsleiterin Lena Waldeck wurde für ihre Vorstandsarbeit und Leitung des Bläserkorps geehrt.
Für jahrelange Mitgliedschaft im Vorstand, die Tätigkeit als Ausbildungsleiter während der letzten 17 Jahre wurde unser Pressesprecher Erhardt Rüsseler in Würdigung der besonderen Verdienste und des unermüdlichen Einsatzes für den Verein, zum Ehrenmitglied ernannt. Das gesamte Bläserkorps blies ihm zu Ehren die Ehrenfanfare.
Danach erfolgte der letzte Programmpunkt.
Nach dem Signal „Blattschlagen“ erfolgte der Jägerschlag für die Jungjäger, des letzten Lehrganges.
Von den neun zur Prüfung angetretenen Kandidaten haben sieben die Jagdscheinprüfung bestanden.
Der Vorsitzende Uwe Groß und der neue Ausbildungsleiter Heinz Fülling überreichten den Jungjägern/innen die Jägerbriefe.
Der Vorsitzende wünschte den Jungjägern alle Gute für das zukünftige Jägerleben und bedankte sich für das Engagement des gesamten Lehrganges während der Ausbildung. Einige wollen sich in die Vereinsarbeit einbringen. Das ist lobenswert.
Mit den Musikstücken Jagd vorbei, Halali und „Auf Wiedersehen“ beendeten die Bläser/innen das Jubiläumsfest der KJV Hofgeismar.
Zur Erinnerung an das Freundschaftsblasen überreichte anschließend Lena Waldeck den Bläsergruppen die Hornspangen. Wir bedanken uns vielmals für die hervorragenden Darbietungen der Bläser.
Ein herzliches Dankeschön seitens des Vorstandes geht auch an das Organisationsteam, geleitet von Werner Reh.